Viele Hobbyhandwerker fragen sich, welche Holzflächen behandelt werden sollten oder welches Vorgehen für die gewünschte Anwendung die Richtige ist. Dieser Artikel soll einige Informationen zusammenfassen und auf Vor- und Nachteile aufmerksam machen. 

Zunächst steht die Frage im Raum, welchen Zweck der Schutz erfüllen soll, da der organische Werkstoff Verwendung in verschiedensten Bereichen der heutigen Welt findet. 

Bereits vor 7000 Jahren wurde nach langlebigen und widerstandsfähigen Baumaterialien gesucht. Da Holz flexibel einsetzbar und gut zu bearbeiten, doch leider unbehandelt nicht so robust ist, wurde nach Möglichkeiten der Veredelung gesucht. Eine bestand beispielsweise darin, das Holz anzukohlen, was eine wasserabweisende Oberfläche zur Folge hatte. Später wurden zum Beispiel Schiffsrümpfe aus diesem Grund geteert. Doch diese Maßnahmen sind mittlerweile sehr veraltet. Heutzutage unterteilt man die Möglichkeiten grob in vier Kategorien:   

Konstruktiver Holzschutz

Dabei liegt der Fokus auf dem Entziehen des im Holz vorhandenen Wassers und dem anschließenden Trockenhalten. Der größte Feind des Holzes ist neben Schädlingen, Nässe. Insbesondere Staunässe sorgt bei den meisten Hölzern zu einer schnellen Verrottung. Daher zählen auch die baulichen Gegebenheiten zu dieser Schutzmaßnahme. So können unter Umständen weitere Arbeitsschritte, wie das Lasieren, entfallen. Gut vor Witterung geschützte Holzoberflächen benötigen somit meist nur regelmäßige Pflege.

Natürlich sind die Witterungsbeständigkeit und auch die Widerstandsfähigkeit gegen Pilze und Insekten abhängig von der Art des Holzes und den damit einhergehenden spezifischen Eigenschaften. Daher sollte bei einem Bauvorhaben das verwendete Material sorgsam ausgewählt werden.

Teakholz beispielsweise ist ein Hartholz, welches zusätzlich giftige Stoffe enthält, das ganz ohne weitere chemische Behandlung Fressfeinde fernhält. Diese Eigenschaft zählt zum natürlichen Schutz.

Alle Beschichtungsmethoden sowie die thermische Behandlung zählen zum physikalischen Holzschutz. Dabei sollen Witterung, Sonnenlicht oder mechanische Einflüsse minimiert werden. Das wohl bekannteste Wetterschutzmittel ist die Lasur, welche meist mit einem Pinsel aufgetragen wird und in verschiedenen Zusammensetzungen und Farben erhältlich ist. Der Vorteil hierbei ist die universelle Einsetzbarkeit und die unkomplizierte Anwendung.

Der Hauptfokus beim Lasieren liegt auf dem Verhindern der Feuchtigkeitsaufnahme und damit dem Aufquellen des Holzes. Auch Öle sind eine sehr beliebte Möglichkeit, seine Oberflächen zu schützen. Diese werden meist bei Möbeln und Oberflächen genutzt, die nicht direkt der Witterung ausgesetzt sind. Sie bieten vor allem Schutz vor Schmutz, Staub und Flecken. 

Wirklichen Schutz vor Schädlingen bietet nur eine chemische Behandlung. Hierbei kann nur die Oberfläche behandelt oder das komplette Werkstück durchtränkt werden. Erstere Möglichkeit wird vorwiegend durch handwerkliche Methoden, wie Streichen oder Sprühen aufgetragen.

Vorsicht ist im privaten Gebrauch jedoch geboten, da die verwendeten biochemischen Substanzen schädlich für die Umwelt sein können. Das Tränken findet hingegen vor allem im industriellen Bereich Verwendung, weil hier größere Werkstoffmengen verarbeitet werden und dazu spezielle Geräte und Anlagen nötig sind.

 

 

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